einfaches Kartoffel-Brokkoli-Gratin Rezept
Kartoffel-Brokkoli-Gratin ist ein Ofengericht aus vorgegarten Kartoffeln und Brokkoli in einer hellen Sauce, überbacken mit Käse. Es eignet sich als vegetarisches Hauptgericht oder als Beilage.
Martin
98 Rezepte
Vorbereitungszeit
20 min
Kochzeit
40 min
Schwierigkeit
easy
Bewertung
5.0 / 5
Das brauchst du
| 800 g | Kartoffeln festkochend |
| 500 g | Brokkoli |
| 1 | Zwiebel kleine |
| 1 EL | Butter |
| 2 EL | Mehl |
| 400 ml | Milch |
| 100 ml | Sahne |
| 150-200 g | Käse gerieben (z. B. Gouda oder Emmentaler) |
| n.b. | Salz |
| n.b. | Pfeffer |
| Muskatnuss frisch gerieben |
Zubereitung
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1
Die Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben schneiden. In leicht gesalzenem Wasser etwa 10 Minuten vorgaren, sodass sie noch bissfest sind. Abgießen und beiseitestellen.
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2
Den Brokkoli in Röschen teilen, den Strunk schälen und in Scheiben schneiden. In kochendem Salzwasser 3–4 Minuten blanchieren, anschließend abgießen.
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3
Die Zwiebel fein würfeln. Butter in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig dünsten. Mehl einrühren und kurz anschwitzen. Unter Rühren nach und nach Milch und Sahne zugießen, sodass eine glatte Sauce entsteht. 3–5 Minuten leicht köcheln lassen, bis sie andickt. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
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4
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform einfetten. Kartoffelscheiben und Brokkoli gleichmäßig in der Form verteilen. Die Sauce darüber gießen und alles leicht vermengen. Mit dem geriebenen Käse bestreuen.
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5
Das Gratin im vorgeheizten Ofen etwa 25–30 Minuten backen, bis der Käse goldbraun ist. Vor dem Servieren 5 Minuten ruhen lassen.
Welche Zutaten machen ein einfaches Kartoffel-Brokkoli-Gratin so besonders?
Für ein klassisches einfaches Kartoffel-Brokkoli-Gratin braucht es keine ausgefallenen Zutaten. Entscheidend für den vollen Geschmack ist die richtige Wahl der Kartoffeln – hier sind festkochende Sorten ideal. Sie behalten auch nach dem Garen im Ofen ihre Form und sorgen dafür, dass das Gratin nicht auseinanderfällt. Die 800 Gramm Kartoffeln werden vor dem Backen kurz gekocht, damit sie nachher im Ofen schön gar, aber noch leicht bissfest bleiben.
Brokkoli sorgt für Frische und die nötige Portion Gemüse im Gericht. 500 Gramm reichen für ein ausgeglichenes Verhältnis, wobei der Brokkoli – inklusive geschältem Strunk – in kleine Röschen und Scheiben geteilt wird. Das kurze Blanchieren in kochendem Wasser ist wichtig, damit der Brokkoli später nicht zu hart bleibt und gleichzeitig seine satte grüne Farbe behält.
Die Sauce ist das Herzstück eines guten Gratins: Eine kleine Zwiebel wird fein gewürfelt und in einem Esslöffel Butter glasig gedünstet – das Aroma zieht sich durch die gesamte Sauce. Ein Esslöffel Mehl dazu und dann mit 400 Millilitern Milch und 100 Millilitern Sahne ablöschen, langsam einrühren, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind und eine glatte, dickliche Sauce entsteht. Hier kann richtig mit Salz, Pfeffer und frischer Muskatnuss abgeschmeckt werden, das macht den Unterschied zwischen einer langweiligen und einer geschmacksintensiven Sauce.
Einfaches Kartoffel-Brokkoli-Gratin lebt von einer großzügigen Schicht geriebenen Käses – etwa Gouda oder Emmentaler, je nachdem ob es lieber mild oder herzhaft sein soll. Wer mag, kann auch italienische Sorten wie Parmesan oder Mozzarella kombinieren. Typisch sind 150 bis 200 Gramm Käse für einen knusprigen und aromatischen Abschluss.
Wie gelingt die perfekte Zubereitung von einfaches Kartoffel-Brokkoli-Gratin?
Ganz einfach gelingt das perfekte einfaches Kartoffel-Brokkoli-Gratin mit einer guten Vorbereitung und etwas Geduld beim Überbacken. Zuerst empfiehlt sich, die Kartoffeln zu schälen und in möglichst dünne Scheiben zu schneiden. Je dünner, desto feiner bleibt die Textur im Endergebnis und desto schneller sind sie gegart. In leicht gesalzenem Wasser werden die Scheiben für etwa 10 Minuten vorgekocht. Ganz wichtig: Die Kartoffeln müssen noch etwas Biss haben und dürfen nicht zerfallen, sonst gibt es später Kartoffelbrei statt Gratin.
Der Brokkoli wird in mundgerechte Röschen geschnitten, auch der Strunk kann – geschält und in dünne Stücke geschnitten – mitverwendet werden, Nachhaltigkeit lässt grüßen. Ein kurzer Aufenthalt von drei bis vier Minuten in sprudelnd kochendem Salzwasser reicht, damit das Gemüse gar, aber nicht matschig wird.
Für die Sauce in einem mittelgroßen Topf Butter erhitzen, die Zwiebelwürfel zugeben und glasig anschwitzen lassen, bis sie aromatisch duften. Dann kommt das Mehl hinzu. Kurz unter Rühren anschwitzen – so verschwindet auch der rohe Mehlgeschmack. Nun langsam, unter stetigem Rühren, erst die Milch und dann die Sahne zufügen. Wer mag, kann für noch mehr Cremigkeit einen Teil der Milch durch etwas mehr Sahne oder Crème fraîche ersetzen. Die fertige Sauce wird mit Salz, Pfeffer und viel frisch geriebener Muskatnuss abgewürzt.
Jetzt den Backofen auf 200 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. Die Auflaufform gut einfetten – so bleibt nichts kleben. Dann Kartoffeln und Brokkoli gleichmäßig schichten, die Sauce darüberziehen und alles leicht vermengen. Zum Abschluss kommt der geriebene Käse darüber und dann ab in den Ofen! Nach 25 bis 30 Minuten ist das Gratin goldgelb und der Käse wunderbar zerlaufen. Kurz vor dem Servieren noch fünf Minuten ruhen lassen – so zieht das Gratin perfekt nach, lässt sich leichter schneiden und bleibt cremig.
Warum wird das einfaches Kartoffel-Brokkoli-Gratin manchmal nicht so, wie es soll?
Bei einem klassischen einfaches Kartoffel-Brokkoli-Gratin kann es vorkommen, dass die Sauce zu dünn oder zu dick wird oder der Käse nicht richtig braun wird. Typische Fehler lassen sich aber ganz einfach vermeiden.
Wenn die Sauce zu dünn bleibt, meist liegt das daran, dass das Mehl zu kurz angeröstet oder zu wenig davon genommen wurde. Ein Trick: Die Mehlschwitze immer etwas länger anschwitzen, bis sie goldgelb ist und dann die Milch nach und nach einrühren, so kann die Sauce besser andicken. Sollte sie doch zu dünn geraten, hilft noch etwas Speisestärke oder das Abwarten - im Ofen dickt die Sauce normalerweise noch einmal nach, insbesondere wenn Kartoffeln verwendet werden.
Bleibt der Käse zu blass, einfach am Ende die Hitze für fünf Minuten auf Grillfunktion umstellen. Aber Vorsicht: Unbedingt dabei bleiben, damit der Käse nicht verbrennt.
Ein weiteres Problem ist manchmal wässriges Gratin. Das passiert, wenn Brokkoli und Kartoffeln nicht gut abgetropft werden. Einfach nach dem Kochen beides in einem Sieb abtropfen lassen und mit Küchenpapier vorsichtig trocken tupfen. So bleibt das einfache Kartoffel-Brokkoli-Gratin schön cremig.
Zuletzt kann es passieren, dass die Kartoffeln noch zu fest sind. Hier hilft nur ausreichend Vorkochen und in dünne Scheiben schneiden. Zu dicke Scheiben oder ungekochte Kartoffeln garen selbst bei längerer Backzeit nicht gleichmäßig durch.
Kann man einfaches Kartoffel-Brokkoli-Gratin vorbereiten oder aufbewahren?
Das Tolle am einfaches Kartoffel-Brokkoli-Gratin: Es lässt sich wunderbar vorbereiten und später aufwärmen. Wer Gäste bewirten möchte oder einfach für den nächsten Tag vorarbeiten will, kann das Gratin komplett zusammenstellen und im Kühlschrank aufbewahren, bevor es in den Ofen kommt. Wichtig dabei ist, die Sauce und das Gemüse vorher gut abkühlen zu lassen, damit sich keine zusätzliche Flüssigkeit im Gratin bildet.
Im vorbereiteten Zustand hält das Gratin, gut abgedeckt, problemlos einen Tag im Kühlschrank. Beim Backen dann zehn Minuten längere Zeit einplanen, da das Gratin aus dem Kühlschrank länger braucht, bis es komplett heiß ist.
Reste lassen sich natürlich auch am nächsten Tag genießen. Einfach kurz im Backofen oder – für Eilige – in der Mikrowelle aufwärmen. Das Gratin bleibt auch nach dem erneuten Erhitzen cremig und aromatisch, der Käse wird aufgewärmt allerdings nicht mehr ganz so knusprig wie frisch aus dem Ofen.
Für größere Mengen oder Meal-Prep ist das Gericht ebenfalls geeignet. Schon vorportioniert und eingefroren kann es nach dem Auftauen direkt in den Backofen oder in der Mikrowelle wieder heiß gemacht werden. Ideal also für alle, die gerne vorarbeiten und keine Lust auf tägliches Kochen haben.
Welche Beilagen passen am besten zu einfaches Kartoffel-Brokkoli-Gratin?
Als leichtes vegetarisches Hauptgericht sättigt das einfache Kartoffel-Brokkoli-Gratin wunderbar, ein kleiner knackiger Beilagensalat mit frischen Tomaten, Gurke oder Rucola zieht die Aromen noch einmal nach oben und bringt Frische auf den Teller. Mit einer Kräuter-Vinaigrette wird daraus ein echtes Highlight.
Auch gebratene Pilze oder etwas gebratenes saisonales Gemüse passen perfekt zu diesem Gratin. Wer das Gericht als Beilage zu Fleisch oder Fisch reichen möchte, sollte auf Hähnchenbrust, gebratenes Lachsfilet oder einen deftigen Braten setzen - die milde Cremigkeit des Gratins passt super zu kräftigen Hauptgerichten.
Dazu darf bei vielen nicht das klassische Baguette oder ein ofenfrisches Brötchen fehlen, das nach dem Essen noch durch die cremige Sauce gezogen werden kann. Knusprige Röstzwiebeln obenauf geben eine Extraportion Crunch.
Welche kleinen Tricks oder Varianten gibt es beim einfaches Kartoffel-Brokkoli-Gratin?
Wer Lust auf Abwechslung hat, kann das klassische einfaches Kartoffel-Brokkoli-Gratin nach Lust und Laune abwandeln. Zum Beispiel lässt sich das Gericht mit weiteren Gemüsesorten ergänzen: Möhren, Blumenkohl oder Lauch mischen sich wunderbar darunter. Auch gewürfelte getrocknete Tomaten oder etwas Feta geben einen mediterranen Twist.
Für mehr Würze eignet sich ein Teelöffel Senf in der Sauce oder eine Prise geräuchertes Paprikapulver. Kräuter wie Thymian, Petersilie oder Schnittlauch bringen noch mehr Frische ins Spiel - entweder direkt in die Sauce geben oder vorm Servieren großzügig darüberstreuen.
Regional gibt es viele verschiedene Varianten: Während im Süden Deutschlands oft Emmentaler verwendet wird, kommt im Norden gerne würziger Butterkäse oder sogar kräftiger Allgäuer Bergkäse aufs Gratin. Französische Inspiration gibt das Gratin dauphinois vor, das meist nur mit Kartoffeln und Sahne auskommt, genauso lecker aber etwas rustikaler.
Wer gerne noch mehr Crunch obenauf hätte, kann vor dem Backen etwas Paniermehl oder grob zerkleinerte Nüsse über den Käse streuen. Auch fein geriebener Parmesan gibt eine extra würzige, knusprige Kruste.
Beim Fett für die Sauce lässt sich wunderbar variieren: Wer es besonders fein mag, nimmt Butter, für eine leichtere Variante funktioniert auch neutrales Rapsöl. Wer auf Sahne verzichten möchte, kann die Hälfte der Sahne durch Milch ersetzen oder auf Pflanzendrinks ausweichen.
Damit das perfekte einfaches Kartoffel-Brokkoli-Gratin immer gelingt - am besten einfach ausprobieren, was am meisten schmeckt und ganz nach Lust und Vorratslage die Zutaten variieren.
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