Kasseler mit Kartoffeln und cremigem Grünkohl Rezept

Kasseler mit Kartoffeln und cremigem Grünkohl

Kasseler mit Kartoffeln und cremigem Grünkohl ist ein klassisches, herzhaftes Gericht, das besonders in der kalten Jahreszeit beliebt ist. Zart gegartes Kasseler, sämiger Grünkohl und mehligkochende Kartoffeln ergeben zusammen ein echtes Wohlfühlessen.

Martin

Martin

96 Rezepte

Vorbereitungszeit

15 min

Kochzeit

35 min

Schwierigkeit

easy

Bewertung

5.0 / 5

Das brauchst du

Zutaten (für 4 Personen)
800 g Kasseler Nacken oder Lachs
1 kg Kartoffeln mehligkochend
750 g Grünkohl frisch oder TK
1 Zwiebel
1 EL Butter oder Öl
200 ml Sahne
150 ml Gemüse- oder Fleischbrühe
1 TL Senf
n.b. Salz je nach Geschmack
n.b. Pfeffer je nach Geschmack
n.b. Muskatnuss je nach Geschmack

Zubereitung

  1. 1

    Kartoffeln schälen, halbieren und in Salzwasser zum Kochen bringen. Bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten garen, anschließend abgießen und warm halten.

  2. 2

    Kasseler in einen Topf legen, mit Wasser bedecken und bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa 30 Minuten ziehen lassen (nicht sprudelnd kochen). Danach aus dem Wasser nehmen und in Scheiben schneiden.

  3. 3

    Zwiebel schälen und fein würfeln. Butter oder Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel glasig dünsten.

  4. 4

    Grünkohl hinzufügen, kurz anbraten und mit Brühe ablöschen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 15–20 Minuten weich schmoren.

  5. 5

    Sahne und Senf unterrühren, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken und den Grünkohl weitere 5 Minuten cremig einkochen lassen.

  6. 6

    Kasseler kurz im Grünkohl oder separat erwärmen und zusammen mit Kartoffeln und cremigem Grünkohl servieren.

Warum ist Kasseler mit Kartoffeln und cremigem Grünkohl so beliebt?

Kasseler mit Kartoffeln und cremigem Grünkohl ist das ultimative Wohlfühlessen, besonders wenn es draußen kalt und ungemütlich ist. In vielen Regionen Deutschlands gilt dieses Gericht als Klassiker für Herbst und Winter. Saftig gegartes Kasseler, dazu cremig-sämiger Grünkohl und mehligkochende Kartoffeln ergeben gemeinsam eine herrlich sättigende Hauptspeise, der niemand widerstehen kann. Authentisches Kasseler mit Kartoffeln und cremigem Grünkohl wärmt von innen und erinnert an gesellige Sonntagsessen mit der ganzen Familie. Das Schöne daran: Die Zubereitung ist einfacher, als viele denken, und lässt immer Raum für eigene Abwandlungen.

Welches Fleisch oder welche Zutaten sind am besten geeignet?

Das perfekte Kasseler mit Kartoffeln und cremigem Grünkohl startet natürlich mit der Auswahl der richtigen Zutaten. Für das Fleisch empfiehlt sich Kasseler Nacken oder Kasseler Lachs. Im Rezept werden etwa 800 g verwendet, was ideal für vier Portionen passt. Während Kasseler Lachs besonders mager und fein ist, bringt der Nacken etwas mehr Fett und damit Geschmack ins Spiel. Am besten beim Metzger nach einem Stück Kasseler in gleichmäßiger Qualität fragen, damit es beim Garen schön saftig bleibt.

Bei den Kartoffeln ist die Sorte entscheidend für die cremige Konsistenz. Hier eignen sich mehligkochende Kartoffeln (ein Kilogramm wird benötigt) am besten, da sie nach dem Kochen wunderbar weich werden und eine schöne Grundlage für das Gericht bieten. Den Grünkohl, klassisch im Norden Deutschlands oft „Kohl“ genannt, gibt es sowohl frisch (etwa ab Oktober auf dem Markt) als auch tiefgefroren. Für das klassische Kasseler mit Kartoffeln und cremigem Grünkohl reichen 750 g. Frischer Grünkohl bringt noch etwas mehr Biss und Aroma, wobei TK-Ware unkompliziert zu verwenden ist.

Zu den weiteren Zutaten gehören eine fein gehackte Zwiebel, die dem Grünkohl eine herzhafte Basis verleiht, sowie Butter oder Öl zum Anschwitzen. Die cremige Konsistenz entsteht durch Zugabe von 200 ml Sahne und rund 150 ml Gemüse- oder Fleischbrühe. Ein Hauch Senf und frisch geriebene Muskatnuss bringen Tiefe und Charakter ins Aroma, während Salz und Pfeffer für die perfekte Abstimmung sorgen. Wer experimentieren möchte, kann zusätzlich noch einen Spritzer Zitronensaft oder etwas Zucker zufügen – das hebt die Kohl-Aromen hervor.

Wie gelingt die perfekte Zubereitung?

Die Zubereitung von Kasseler mit Kartoffeln und cremigem Grünkohl ist gar nicht schwer und klappt auch ohne Küchenerfahrung. Wichtig ist, dass die Arbeitsschritte aufeinander abgestimmt sind. Für optimale Abläufe am besten mit den Kartoffeln starten: diese schälen und je nach Größe halbieren oder vierteln, damit sie gleichmäßig garen. Dann in Salzwasser aufsetzen, zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze rund 20 Minuten weich garen. Die Kartoffeln dürfen ruhig richtig zart werden, denn sie schmecken am besten, wenn sie mit einer Gabel leicht zerdrückt werden können. Nach dem Garen das Wasser abgießen und die Kartoffeln warm halten, zur Not einfach mit geschlossenem Deckel im Topf lassen.

Parallel das Kasseler vorbereiten – einfach in einen ausreichend großen Topf legen, mit kaltem Wasser bedecken, dann bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa 30 Minuten gar ziehen lassen. Wichtig: Das Wasser darf nur leicht simmern, keinesfalls sprudelnd kochen, sonst wird das Kasseler schnell trocken. Nach der Garzeit das Fleisch herausnehmen und in nicht zu dicke Scheiben schneiden, so lässt es sich später gut portionieren und servieren.

Beim Grünkohl lohnt sich ein wenig Sorgfalt. Wer frischen Kohl verwendet, muss diesen waschen, dicke Rippen entfernen und die Blätter grob hacken. Tiefgefrorener Grünkohl kann direkt aus dem Tiefkühlfach genommen werden. Eine gewürfelte Zwiebel wird in einem großen Topf mit etwas Butter oder Öl angeschwitzt, bis sie glasig ist. Dann den Grünkohl dazugeben und kurz anschwitzen, bevor die Brühe angegossen wird. Im abgedeckten Topf darf der Kohl nun 15 bis 20 Minuten leise schmoren und dabei wunderbar weich werden. Ganz zum Schluss kommen Sahne und Senf dazu, abgeschmeckt wird mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss. Wer es besonders cremig mag, lässt den Grünkohl noch fünf Minuten ohne Deckel einköcheln.

Übrigens – für die Zubereitung von Kasseler mit Kartoffeln und cremigem Grünkohl ist es wichtig, dass die einzelnen Bestandteile nicht in Hektik gekocht werden. Lieber mit ausreichend Zeit arbeiten, dann entfalten Fleisch, Kartoffeln und Kohl ihr bestes Aroma.

Warum wird das Gericht manchmal nicht so, wie es soll?

Auch wenn klassisches Kasseler mit Kartoffeln und cremigem Grünkohl eigentlich einfach zuzubereiten ist, kann trotzdem gelegentlich etwas schiefgehen. Ein häufiger Fehler ist, dass das Kasseler zu kräftig gekocht wird. Dadurch verliert es schnell an Saftigkeit und wird trocken. Hier hilft nur Geduld – das Fleisch soll in siedendem, aber nicht kochendem Wasser garen und dabei langsam Temperatur annehmen.

Ein weiteres Problem kann beim Grünkohl auftreten. Wird dieser zu lange auf hoher Hitze geschmort, zerfällt er in seine Bestandteile und verliert den typischen Biss. Deshalb lieber bei mittlerer Temperatur garen, regelmäßig umrühren und bei Bedarf etwas Brühe nachgeben, falls der Kohl zu trocken wird. Sind zu viel Flüssigkeit oder zu wenig Sahne im Topf, bleibt der Grünkohl zu wässrig bzw. wird nicht cremig genug. Schrittweise Sahne zugeben und anschließend leicht einkochen lassen, bis die Wunschkonsistenz erreicht ist.

Auch bei den Kartoffeln kann es manchmal Probleme geben – festkochende Sorten zerfallen schwer und ergeben keine schön fluffige Grundlage. Mehligkochende Kartoffeln sind hier die bessere Wahl. Nach dem Kochen ruhig kurz im Topf ausdampfen lassen, dann nehmen sie die cremige Sauce vom Kohl besonders gut auf. Sollte ein Rest an Wasser im Topf stehen, diesen abgießen und die Kartoffeln eventuell auf der warmen Herdplatte kurz ausdampfen.

Abschmecken nicht vergessen: Grünkohl braucht eine ausgewogene Würzung. Mit Muskatnuss und Senf kann dezent dosiert werden, denn zu viel übertönt das Gemüse. Salz und Pfeffer besser am Ende nach Geschmack zum Gericht geben. Wer mag, kann auch einen Teelöffel Zucker unterrühren, um die Bitternoten abzurunden.

Kann man das Gericht vorbereiten oder aufbewahren?

Wer klassisches Kasseler mit Kartoffeln und cremigem Grünkohl vorbereiten möchte, hat Glück: Das Gericht lässt sich hervorragend am Vortag zubereiten und entwickelt dabei sogar noch mehr Geschmack. Besonders der Grünkohl profitiert davon, wenn er langsam durchziehen kann – so verbinden sich die Aromen und das Gemüse wird noch sämiger. Nach dem Kochen einfach im Topf abkühlen lassen und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.

Auch das Kasseler kann vorgegart und in Scheiben geschnitten im Kühlschrank gelagert werden. Beim Erwärmen einfach ein paar Esslöffel Brühe oder Wasser zugeben, damit es nicht austrocknet. Die Kartoffeln lassen sich am besten frisch servieren, können aber bei Bedarf ebenfalls aufbewahrt und mit etwas Milch oder Butter aufgewärmt werden. Wer Kartoffelpüree bevorzugt, kann die gekochten Kartoffeln auch direkt durch eine Presse drücken und mit der cremigen Grünkohl-Sauce vermengen.

Reste von Kasseler mit Kartoffeln und cremigem Grünkohl lassen sich gut einfrieren - dabei empfiehlt es sich jedoch, die Komponenten getrennt zu verwahren. Zum Auftauen den Grünkohl langsam auf niedriger Hitze erhitzen, gelegentlich umrühren und bei Bedarf noch einen Schuss Sahne zugeben.

Welche Beilagen passen am besten dazu?

Kasseler mit Kartoffeln und cremigem Grünkohl steht für sich schon als ausgesprochen wärmendes und gehaltvolles Gericht. Dennoch gibt es zahlreiche Beilagen, die dieses Essen noch ergänzen und abrunden. Frisch gebackenes Landbrot oder Schwarzbrot harmonieren herrlich mit dem sämigen Grünkohl und saugen die cremige Sauce wunderbar auf. Besonders beliebt ist zum klassischen Kasseler mit Kartoffeln und cremigem Grünkohl auch ein Klecks süßer Senf oder grobkörniger Senf als Topping.

In einigen Regionen kommen sogar noch gebratene Zwiebelringe oder knusprig ausgebratene Speckwürfel über den Grünkohl. Wer das Gericht vegetarisch variieren möchte, kann das Kasseler durch gebratene Pilze oder einen gebackenen Tofu ersetzen – auch das gibt der Kombination einen spannenden Twist.

Als Getränk empfiehlt sich ein kühles Bier oder, für Liebhaber, ein Glas kräftiger Rotwein. Um das Gericht abzurunden, passt ein einfaches Apfelsalat oder ein Feldsalat mit nussigem Dressing als frische Ergänzung auf den Tisch.

Welche kleinen Tricks oder Varianten gibt es?

Wer das perfekte Kasseler mit Kartoffeln und cremigem Grünkohl zubereiten möchte, kann mit einigen Kniffen das Aroma noch vertiefen oder an den eigenen Geschmack anpassen. Besonders lecker wird der Grünkohl, wenn zum Anschwitzen der Zwiebeln neben Butter auch ein kleines Stück Gänseschmalz oder Räucherspeck verwendet wird – das bringt zusätzliches Raucharoma ins Spiel.

Regionale Unterschiede machen dieses Gericht ohnehin so spannend. Im Norden Deutschlands, vor allem rund um Bremen, wird gerne eine Mettwurst oder Pinkel-Wurst mitgekocht, was dem Grünkohl eine deftige Würze gibt. In Nordrhein-Westfalen dagegen ist die Zugabe von gezupftem Kasseler direkt in die Grünkohlpfanne beliebt, so dass das Fleisch das Aroma des Kohls aufnimmt. Im Hamburger Raum serviert man häufiger Bratkartoffeln statt gekochter Kartoffeln dazu, eine schöne rustikale Variante.

Noch ein Tipp: Grünkohl sollte im Idealfall einmal richtig Frost abbekommen haben, bevor er geerntet und zubereitet wird. Das macht ihn milder und verleiht dem authentischen Kasseler mit Kartoffeln und cremigem Grünkohl eine ganz besondere Note.

Für alle, die auf eine ausgewogenere, leichtere Variante achten, lässt sich die Sahne durch einen Schuss Milch oder pflanzliche Alternativen wie Hafercreme ersetzen – die cremige Konsistenz bleibt erhalten und das Gericht schmeckt trotzdem köstlich.

Wer mag, streut am Ende etwas frisch gehackte Petersilie oder Heilandersaat über den Grünkohl. Ein Spritzer Zitronensaft gibt Frische, während eine Prise Cayennepfeffer für zusätzliche Schärfe sorgen kann.

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Nährwerte

Pro Portion

Kalorien 485
Eiweiß 42g
Kohlenhydrate 8g
Fett 32g
Ballaststoffe 2g
Zucker 4g